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Anti-Späh-Software

20.11.2014

Schutz für Aktivisten und Journalisten

Amnesty stellt Anti-Späh-Software vor

Quelle: tagesschau.de

Es geht um Widerstand gegen staatliche Kontrolle im Internet, wie schon der Name der Website verrät: resistsurveillance.org. Übersetzt bedeutet das: Widersetze Dich der Überwachung. Auf der Internetseite können Interessierte sich eine Software namens "Detekt" herunterladen, die Amnesty International und ein Bündnis aus Netzaktivisten veröffentlicht haben.

Die Software soll Spionageprogramme auf privaten Computern aufspüren, die teils von Regierungen verwendet werden. Amnesty erklärte dazu, dass "Regierungen verstärkt gefährliche und hochentwickelte Technologie einsetzen", mit der sie die privaten E-Mails von Menschenrechtsaktivisten und Journalisten lesen.

Die Spähprogramme, die über Webseiten oder E-Mail-Anhänge auf Computer gelangen, können die Kamera oder das Mikrofon des Rechners einschalten, Skype-Gespräche beobachten und im Geheimen Aktivitäten der Nutzer aufzeichnen. Zudem kann jeder Tastatur-Anschlag erfasst und gespeichert werden.

Ist mein Computer infiziert?

Für die Opfer ist es Amnesty zufolge ohne Expertenwissen sehr schwer zu erkennen, ob ihr Computer mit einer solchen Spionagesoftware infiziert ist. Das Schutzprogramm "Detekt" informiert die Nutzer, die dann gegen die Überwachung vorgehen könnten. Bisher gibt es "Detekt" in einer Version für Windows-Rechner.

Die Installation des Programms ist laut den Betreibern einfach - auf der Webseite findet sich eine detaillierte Anleitung. Allerdings zeigt "Detekt" nur an, ob der Computer infiziert ist oder nicht. Um die Spähprogramme zu entfernen, sind andere Werkzeuge nötig.

Sollte die Überprüfung anschlagen, raten die Betreiber dringend dazu, den Computer nicht mehr zu benutzen. Man solle damit auch nicht mehr ins Internet gehen, sondern Experten hinzuziehen, die dabei helfen, die Schadprogramme von dem Rechner zu entfernen. Gleichzeitig betonten die Netzaktivisten, dass ihr Werkzeug keine vollständige Sicherheit garantieren könne. "Selbst wenn "Detekt" keine Spuren von Spionagesoftware auf einem Computer findet, heißt das nicht, dass dort keine vorhanden ist." Anbieter könnten etwa ihre Programme verändern, um nicht mehr entdeckt zu werden.

Entwickelt wurde "Detekt" von dem IT-Sicherheitsspezialisten Claudio Guarnieri, der die aggressiven Spähprogramme seit Jahren erforscht. Zu dem Bündnis, das das Programm zur Verfügung stellt, gehören neben Amnesty International die Digitale Gesellschaft und die amerikanischen Netzaktivisten der Electronic Frontier Foundation (EFF) sowie von Privacy International.

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