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Arbeitsunfähigkeit - Gesundheitsreport der TK

13.05.2013

Die Studie der Techniker Krankenkasse liefert neben erwartbaren Dingen auch einige überraschende Ergebnisse. So sind Personen, die in "Bau-, Bauneben- und Holzberufen" tätig sind, deutlich häufiger und länger arbeitsunfähig als Personen im Bereich der "technisch-naturwissenschaftlichen Berufe". Dies dürfte unter anderem auf die höhere körperliche Belastung zurückzuführen sein, aber auch auf die Faktoren, die tatsächlich zu einer Arbeitsunfähigkeit im engen Sinne führen. So kann ein Angestellter in einem Büro mit einem Bänderriss im Fuß sicher schneller wieder arbeiten als ein Dachdecker.

Überraschend hingegen fallen Fehlzeiten in Berufen aus, die nicht sonderlich starker körperlicher Belastung ausgesetzt sind. So sind Bus- und Straßenbahnfahrer im Schnitt 27,5 Tage im Jahr arbeitsunfähig geschrieben, fast ebenso häufig Berufskraftfahrer mit 22,9 Tagen / Jahr. Softwareentwickler hingegen fehlen ihren Arbeitgebern im Schnitt nur 6,1 Tage / Jahr.

Diese enorme Diskrepanz dürfte nicht ausschließlich auf besondere Risikofaktoren zurückzuführen sein. Der Verdacht liegt nahe, dass nicht sämtliche Fehltage auf eine tatsächliche Arbeitsunfähigkeit zurückzuführen ist.

Im konkreten Einzelfall empfiehlt sich ein Gespräch mit dem betreffenden Mitarbeiter über die Gründe der vielen Krankzeiten. Erhärtet sich jedoch der Verdacht, dass hier auf Kosten des Arbeitgebers sowie der Mitarbeiter des Unternehmens die Urlaubstage "erhöht" werden oder sogar anderweitig einer unerlaubten Nebenbeschäftigung nachgegangen wird, kann der Einsatz einer Detektei hilfreich und zielführend sein.

Wir beraten Sie gerne. Nehmen Sie einfach unverbindlich Kontakt zu uns auf.

Arbeitsunfähigkeit nach Berufen

Quelle: Techniker Krankenkasse (Betriebliches Gesundheitsmanagement, Band 28)

Einen entscheidenden Einfluss auf die Häufigkeit und Dauer von Arbeitsunfähigkeitsmeldungen besitzt der aktuell ausgeübte Beruf. Der Einfluss des Berufs resultiert dabei aus einer Reihe von Faktoren. Naheliegend ist zunächst die Annahme von berufsspezifisch unterschiedlichen gesundheitsbezogenen Risiken als Folge der Belastung am Arbeitsplatz. Beispielsweise ist ein Handwerker einem höheren Verletzungsrisiko am Arbeitsplatz ausgesetzt als ein Büroangestellter. Entsprechend ist bei Handwerkern - als Folge dieses Risikos - mit einem erhöhten Krankenstand zu rechnen.

  • der sogenannte „Healthy Worker Effect" bei Anstellung von körperlich überdurchschnittlich gesunden Personen für besonders belastende Tätigkeiten, woraus trotz hoher Belastung in bestimmten Berufsgruppen geringe Erkrankungsraten resultieren können,
  • Selektionseffekte durch Möglichkeiten zur vorzeitigen Berentung,
  • Einflüsse von tariflich unterschiedlich vereinbarten Entgeltfortzahlungen im Krankheitsfall,
  • berufs- und zeitabhängig unterschiedlich wahrgenommene Gefahren des Arbeitsplatzverlusts sowie
  • Berufszufriedenheit und Arbeitsklima, persönliche Kompetenz und Verantwortlichkeit

Unabhängig von der Erkrankungshäufigkeit spielt der Beruf aber auch insofern eine Rolle, als die Tätigkeitsausübung bei ein und derselben gesundheitlichen Einschränkung berufsabhängig unterschiedlich stark beeinträchtigt ist. Während zum Beispiel ein Bänderriss am Fuß unter konservativer Behandlung bei Personen mit sitzender Tätigkeit nur zu wenigen Tagen Arbeitsausfall führen muss, dürfte er, trotz medizinisch identischer Diagnose, bei vielen Berufen, deren Ausübung mit langen Gehstrecken oder starken Belastungen des Fußes verbunden ist, zu Arbeitsunfähigkeiten über mehrere Wochen führen. Weitere, zum Teil in unterschiedliche Richtungen und nicht ausschließlich berufsgruppenspezifisch wirkende Einflüsse entstehen durch Selektionseffekte oder nur mittelbar gesundheitsrelevante Berufsbedingungen. Dazu gehören unter anderem

Eine vollständige Diskussion der berufsgruppenspezifischen Krankenstände muss all diese Einflussmöglichkeiten abwägen. Allerdings zeigen sich bei einer Betrachtung von entsprechenden Auswertungsergebnissen Muster, die sich auch ohne den Anspruch einer vollständigen Diskussion sinnvoll interpretieren lassen.

Hier geht´s zum vollständigen Report (pdf, 6,27 mb)!

Quelle: Techniker Krankenkasse
... mit dem Blick fürs Wesentliche.
Schauen Sie gerne einmal in unsere Unternehmensbroschüre rein.

Download: Broschüre (pdf, 1,2 mb)