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USA verdächtigen chinesische Konzerne

16.08.2012

Ein Jahr lang haben sich die Mitglieder des Geheimdienstausschusses im US-Kongress mit der vermeintlichen oder tatsächlichen Bedrohung durch zwei chinesische Technologieriesen befasst. Ihre unmissverständliche Empfehlung: Finger weg von ZTE und Huawei.

Die ZTE Corportation ist der weltweit viertgrößte Mobiltehelfon-Hersteller; Huawei Technologies wurde von einem chinesischen Militäringenieur gegründet und operiert heute in 140 Ländern. Beide Firmen versorgen auch US-amerikanische Unternehmen sowie Regierungsbehörden mit wichtiger Telekommunikations-Infrastruktur.

Doch die Untersuchung des parlamentarischen Geheimdienstausschusses habe ergeben, dass die damit verbundenen Risiken "Kernbereiche des nationalen Sicherheitsinteresses untergraben" können, heißt es laut US-Medien in einem Bericht des Ausschusses. China habe "Mittel, Gelegenheit und Motiv, Telekommunikationsunternehmen zu bösartigen Zwecken einzusetzen". Sprich: Industrie- und Staatsgeheimnisse auszuspionieren sowie Cyberattacken zu starten.

Dem Ausschuss waren Hinweise von Industrieexperten und ehemaligen Unternehmensmitarbeitern zugegangen, denen zufolge vor allem Huawei gegen US-Gesetze verstoße. Es geht dabei um illegale Zuwanderung, Bestechung, Korruption und um raubkopierte Software in den US-Ablegern der Konzerne.

Doch wirklich stutzig machte die Ermittler, dass die Unternehmen die geforderten Informationen nicht in angemessenem Umfang preisgeben wollten - auch nicht in der letzten Anhörung vor einem Monat, als hochrangige Manager beider Unternehmen den Verdacht einer Sicherheitsgefährdung zurückgewiesen hatten. ZTE Corp. habe zwar eine Liste mit den Namen von 19 Mitarbeitern vorgelegt, die Mitglieder der Kommunistischen Partei Chinas seien. Doch Stillschweigen herrsche über ihre Aktivitäten im Iran, merkt der Abschlussbericht nun an.

Vor allem Huwaei wiederum habe bei Informationen über seine Unternehmens- und Finanzstruktur sowie über das Management geblockt. Dabei wisse man von einem Ex-Mitarbeiter, dass diese Firma auch die Cyber-Eliteeinheit des chinesischen Geheimdienstes ausgestattet habe. Man habe mit den Ermittlern zusammengearbeitet, erklärte dessen Vizepräsident für Außenangelegenheiten, William Plummer. Außerdem sei Huwaei ein "weltweit vertrauenswürdiges und respektiertes Unternehmen".

Doch der Kongress-Geheimdienstausschuss warnt US-Unternehmen nun offiziell davor, mit diesen chinesischen Firmen zusammenzuarbeiten oder mit ihnen zu fusionieren. Auch der US-Regierung wird dringend abgeraten, sich von diesen Firmen ausrüsten zu lassen. Zudem sollte die Administration in tiefere Ermittlungen einsteigen.

Quelle: www.tagesschau.de (Silke Hasselmann, MDR-Hörfunkstudio Washington)
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